wenn eine eine reise tut


Ende März 2022 fuhr ich für einen großartigen Workshop meines fotografischen Vorbilds Andreas Jorns nach Nürnberg. Das Thema: Storytelling!
Da es in meinem Leben zu dieser Zeit etwas ruckelte, wollte ich die geplante Serie dazu nutzen, meiner Melancholie fotografisch Raum geben zu können. Stattdessen habe ich diese wundervolle Stadt mit einem erfüllten Herzen und einer sehr lebensbejahenden Bildserie wieder verlassen. Ich fand Inspiration in angeregten Gesprächsrunden, Motivation im Verlassen einiger Komfortzonen und mich selbst - erneut - im Fotografieren. Am Ende war ich nicht nur sehr zufrieden mit den Ergebnissen, ich verspürte auch neue Energie und Stolz.  

Die Fotografie ist mein Beruf. Doch das Fotografieren ist für mich auch eine Art Therapie. Meine Welt mithilfe der Kamera aus meiner Sicht zu erzählen, erdet mich. Während ich fokussiere, setze ich auch meinen persönlichen Fokus neu. Der Blick durch den Sucher begeistert mich immer wieder für die Vielfalt des Lebens. Besonders in schwierigen Lebenslagen fühlt sich mein Platz hinter der Kamera wie Heimkommen an. Diese großartige Form künstlerischen Ausdrucks ist für mich Entschleunigung und Antrieb zugleich.

 

So geht es mir im Übrigen sowohl bei der Umsetzung freier Projekte, als auch bei der Arbeit mit meiner Kundschaft. Sobald ich hinter der Kamera stehe, bin ich nicht nur künstlerisch tätig - ich arbeite immer auch ein Stück an mir selbst. In jedem Bild, das ich mache, steckt ein Teil von mir, der das Bild einzigartig macht. Die Art und Weise, wie ich meine Umwelt - wie ich dich - sehe, wahrnehme und aufnehme, ist einzigartig. 

Vor diesem Hintergrund ist das Fotografieren so viel mehr als ein Handwerk, es ist eine persönliche Haltung.