dunkelbunt


Es gibt vieles, das mich an der Fotografie fasziniert. Ihre Vielseitigkeit zählt auf jeden Fall dazu. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, einen Moment mit der Kamera einzufangen. Gleichzeitig bedeutet das aber auch: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, einen eigenen Stil zu entwickeln. Das mit dem Bild-Stil ist für uns Fotografierende so eine Sache: Ganz bewusst eine eigene Handschrift zu etablieren, ist fast unmöglich. Vielmehr ist die eigene Bildsprache das Ergebnis des eigenen fotografischen Prozesses und kann sich im Laufe der eigenen Karriere auch verändern.

Im Zuge eines Mentorings mit zwei großartigen Kolleginnen musste ich mich gezielt mit meinem Bild-Stil auseinandersetzen. Die erste Frage, die ich mir stellte: Habe ich einen? Dem scheint wohl so, denn offenbar werden meine Aufnahmen von anderen als meine Werke erkannt. Gut zu wissen. Okay, ich habe also eine gewisse Handschrift, die meine Aufnahmen ausmacht. Nun sollte ich diesen Bild-Stil meinen Mentorinnen beschreiben. Das war die eigentliche Herausforderung!    

Nach langem Hin und Her, einigen schlaflosen Stunden und ein paar grauen Haaren mehr konnte ich mich mit mir selbst einigen. Mein Stil ist schwarz-weiß. Farbig. Kontrastreich. Dunkel. Hell. Emotional. Dezent. Schlicht. Laut. Melancholisch. Fröhlich. Zeitlos. Immer voller Liebe und Leben und immer mit Leidenschaft aufgenommen! Das zeichnet meine Aufnahmen in der aktuellen Phase meiner fotografischen Entwicklung aus. Ich nenne es kurz: dunkelbunt!